Ratgeber · Mobilität

Hybrid, Plug-in-Hybrid oder vollelektrisch – welcher Antrieb passt zu dir?

Die wichtigsten Unterschiede, Vorteile und Nachteile der drei Antriebsarten, einfach erklärt.

Text: Redaktion  ·  Lesezeit: 5 Minuten

Die Automobilwelt ist im Wandel: Immer mehr Hersteller setzen auf alternative Antriebe, um den CO₂-Ausstoß zu senken. Doch bei der Vielfalt an Begriffen verliert man schnell den Überblick. Hybrid, Plug-in-Hybrid oder vollelektrisch – alle versprechen effizienteres Fahren, unterscheiden sich aber deutlich in Technik, Reichweite und Alltagstauglichkeit.

Dieser Überblick zeigt, wie die drei Antriebsarten funktionieren, was für und gegen sie spricht und für welchen Fahrertyp sie sich eignen.

Kurz erklärt

HEV  Hybrid: lädt sich beim Fahren selbst.

PHEV  Plug-in-Hybrid: lädt an der Steckdose, fährt kurze Strecken elektrisch.

BEV  Vollelektrisch: fährt ausschließlich mit Strom.

01 · HEV

Hybrid – der Allrounder für den Übergang

Ein Hybridfahrzeug kombiniert einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor. Die Batterie lädt sich während der Fahrt selbst auf: durch Bremsenergie-Rückgewinnung (Rekuperation) oder über den Motor. Eine Steckdose braucht es nicht.

Vorteile

+Geringerer Verbrauch im Stadtverkehr

+Leises Anfahren und Rollen bei niedrigem Tempo

+Kein Laden, keine Umstellung im Alltag

Nachteile

–Rein elektrisch nur über sehr kurze Distanzen

–Weiterhin auf fossile Kraftstoffe angewiesen

Die Kernfrage

„Der beste Antrieb ist der, der zu deinem Alltag passt – nicht der mit den meisten Schlagzeilen.“

02 · PHEV

Plug-in-Hybrid – zwei Welten in einem Auto

Auch der Plug-in-Hybrid hat Verbrennungs- und Elektromotor, lässt sich aber an Steckdose oder Ladesäule aufladen. Seine Batterie ist größer und reicht meist für 40 bis 100 Kilometer, bevor der Verbrenner übernimmt.

Vorteile

+Kurze Alltagsstrecken oft rein elektrisch

+Flexibel auf langen Fahrten

Nachteile

–Höherer Anschaffungspreis

–Komplexere Technik, zwei Antriebe zu warten

–Sparsam nur, wenn man regelmäßig lädt

Eine Hand hält den Ladestecker eines Elektroautos

Beim Plug-in-Hybrid gehört das Ladekabel zum Alltag.

03 · BEV

Vollelektrisch – lokal emissionsfrei unterwegs

Ein vollelektrisches Fahrzeug fährt ausschließlich mit Strom aus der Batterie. Es stößt lokal keine Abgase aus und ist besonders leise. Die Reichweite hängt von Batteriegröße, Fahrstil und Außentemperatur ab; moderne Modelle schaffen oft 300 bis 500 Kilometer pro Ladung.

Vorteile

+Lokal emissionsfrei und leise

+Niedrige Betriebskosten

+Wenige Verschleißteile

Nachteile

–Laden dauert länger als Tanken

–Ladenetz je nach Region lückenhaft

Ein dunkles Elektroauto lädt an einer Ladesäule am Straßenrand

Laden am Straßenrand: In vielen Städten wächst das Netz der Ladepunkte.

Auf einen Blick

Welcher Antrieb passt zu wem?

HEV

Hybrid

Laden

Nicht nötig

Elektrisch fahren

Wenige Kilometer

Passt zu

Stadtfahrern ohne eigene Lademöglichkeit

PHEV

Plug-in-Hybrid

Laden

Steckdose oder Ladesäule

Elektrisch fahren

Meist 40 bis 100 Kilometer

Passt zu

Pendlern mit kurzen Wegen, die auch lange Strecken fahren

BEV

Vollelektrisch

Laden

Wallbox oder Ladesäule

Elektrisch fahren

Oft 300 bis 500 Kilometer

Passt zu

Allen, die zu Hause oder bei der Arbeit laden können

Im Video

Plug-in-Hybrid: Top oder Flop?

Der ADAC ordnet ein, für wen sich der Plug-in-Hybrid wirklich lohnt.

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Fazit

Den einen richtigen Antrieb gibt es nicht

Wer zu Hause oder bei der Arbeit laden kann, fährt mit einem Elektroauto am günstigsten und saubersten. Wer oft lange Strecken fährt und trotzdem elektrisch pendeln will, ist mit einem Plug-in-Hybrid gut bedient – sofern er ihn wirklich lädt. Und wer gar nicht laden kann, spart mit einem Hybrid zumindest in der Stadt spürbar Kraftstoff.

Fotos: Unsplash (CHUTTERSNAP, JUICE, Sue Winston, Markus Spiske)

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